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Der Stellenwert von ROSIS

SICHERHEIT wird in der Radio-Onkologie ganz gross geschrieben. Komplexe Sicherheitssysteme sind dafür entwickelt, Falschbe- strahlungen zu verhindern. Trotzdem: Wo gearbeitet wird, da kann es auch Fehler geben. Wir sprechen allerdings nicht erst von einem Fehler, wenn ein Patient falsch bestrahlt wurde. Für uns ist jede Abweichung vom geplanten Ablauf ein sogenanntes "kritisches Ereignis" und wird als solches festgehalten. Um ihren Sicherheitsstandard laufend zu verbessern, arbeiten die Radio-Onkologien der Schweiz zusammen. Sie übermitteln kritische Ereignisse, die bei ihnen festgestellt wurden an www.ROSIS.ch, damit alle Institute aus diesen Ereignissen lernen können. Von einer definierten Tragweite an sind die Radio-Onkologien durch das Gesetz verpflichtet, ihre kritischen Ereignisse zu melden. Die Limiten sind mit dem Bundesamt für Gesundheit abgesprochen.

Auch wenn es durch einen Fehler zu einer Falschbestrahlung kommen sollte, bedeutet dies bei weitem noch nicht, dass ein Patient geschädigt wird. In fast allen Fällen werden Patienten über eine längere Zeit mit Teildosen bestrahlt, die deutlich kleiner sind als die Gesamtdosis, die für seine Behandlung vorgesehen sind. Wenn es zu einer Fehlbestrahlung kommt, haben wir fast immer die Möglichkeit, in den nachfolgenden Bestrahlungssitzungen den Fehler zu korrigieren.

Noch ein Wort zur Statistik: Falls im Laufe der Zeit die Liste der hier aufgeführten kritischen Ereignisse länger wird, sind die Zahlen verschwindend klein zu den Zahlen der durchgeführten Bestrahlungen:
Pro Jahr werden in der Schweiz in mehr als 300'000 Bestrahlungssitzungen mehr als 1 Mio. Bestrahlungsfelder appliziert.
25.02.2009 © LA - SGSMP