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RO-CIRS als Datenquelle für ROSIS

Critical Incident Reporting Systems sind nachgewiesenermassen ein geeignetes Mittel, um die Sicherheit von Prozessabläufen zu verbessern. Für die Radio-Onkologien der Schweiz haben wir ein standardisiertes RO-CIRS auf der Basis der Computernetzwerke entwickelt. Diese Software wurde an alle Institute verteilt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können damit an den Computern in ihrem Arbeitsbereich kritische Ereignisse, die sie während ihrer Arbeit feststellen, in die zentrale Datenbank eintragen.

Die meisten Eintragungen haben nur lokale Bedeutung, da die entsprechenden Ereignisse durch die ortsspezifische Organisation zu erklären sind. Diese Ereignisse sollen auch lokal ausgewertet werden. Die Schweizerische Strahlenschutz-Gesetzgebung sieht aber vor, dass Ereignisse von weitergehender Bedeutung gemeldet werden müssen. Eine Arbeitsgruppe hat in Absprache mit dem Bundesamt für Gesundheit Kriterien erarbeitet, die festlegen, welche Ereignisse die Meldepflicht erfüllen. Die Software RO-CIRS prüft die Eintragungen und fordert den lokalen Datenbankverantwortlichen auf, eine Synchronisation mit www.ROSIS.ch durchzuführen, wenn meldepflichtige Ereignisse in der Datenbank gespeichert sind. Dem Datenbankverantwortlichen steht es frei, auch weitere Ereignisse an www.ROSIS zu übertragen, wenn er der Ansicht ist, dass diese auch für andere Fachleute lehrreich sein könnten.

Die Sychronisation der lokalen Datenbank mit www.ROSIS muss vom Datenbankverantwortlichen explizit ausgelöst werden, läuft dann aber automatisch ab. Daten, die Rückschlüsse darauf zulassen, welches Institut das Ereignis gemeldet hat, werden nicht übertragen. Eine anonyme E-mail-Adresse, die mitgeschickt wird, soll es dem Editor von www.ROSIS.ch erlauben, bei Unklarheiten nachzufragen.
25.02.2009 © LA - SGSMP